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Claras 6. Geburtstag
Zu
diesem besonderen Anlass waren Oma Moni, Tante Katharina, Onkel
André, Oma Ulla
und Opa Hans Claras Einladung gefolgt. Gleich nach einem schnellen
Frühstück
begann Clara, ihre Geschenke auszupacken. Das Piratenschiff
zusammenzubauen
erschien aber doch so kompliziert, dass ich versprach, mich um den
Aufbau zu
kümmern, während sie im Kindergarten ist.
Schon
Tage vorher kündigte Tessa an, dass sie gleich am frühen
Morgen Clara ein
Ständchen bringen möchte: „Wir wollen doch keine traurige
Clara!“. So sang sie,
noch bevor Clara in den Kindergarten fuhr: „Happy Birthday to you!“.
Im
Kindergarten sangen alle „Viel Glück und viel Segen!“ und „Wie
schön, dass Du
geboren bist“. Als Geschenk bekam Clara ein Edelsteinarmband. Nach dem
Mittagessen
(Tomatensuppe mit Gemüse) überreichte Clara die von Mama
gebackenen Apfel-Muffins,
die alle als Nachtisch förmlich verschlangen. Beim Abholen
erklärte uns Frau
Hack, dass normalerweise jedes Kind einen Geburtstagskuchen geschenkt
bekommt.
Durch den Kindergartenwechsel hat man versäumt, den
Geburtstagstermin der
Bäckerei nachzumelden. Aber Clara solle nicht traurig sein, sie
bekäme ihren
Kuchen am folgenden Montag.
Nach
Hause zurückgekehrt, schaute sich Clara ihre Geschenke noch einmal
in Ruhe an.
Sie erhielt von ihren Eltern einen Computer, ein Puzzle und ein Buch;
von Oma
Ulla und Opa Hans das Playmobil-Piratenschiff und viele Luftballons;
von Oma
Moni neue Lego-Platten, Pullover und ein Schreibset; von Opa Dieter ein
Monopoly-Spiel und etwas fürs Sparbuch; von Katharina ein „Das
verrückte
Labyrinth“-Spiel; von Onkel André die Barbie mit Reitpferd; von
den
Urgroßeltern etwas fürs Sparbuch; und natürlich viele,
viel Süßigkeiten.
Der
Himmel erstrahlte in schönstem Blau, so entschlossen wir uns, das
wunderschöne
Wetter zu nutzen und etwas Spazieren zu gehen, vielleicht schafft es
der Papa
dann doch noch zur Geburtstagstafel. Diese Hoffnung wurde
enttäuscht, weil sich
herausstellte, dass Papas Chef auch seinen Geburtstag feierte.
Vor dem
Kaffeetrinken erklärte Clara, dass sie nach dem Geburtstagslied
noch etwas
sagen will. Sie müsse nur noch überlegen was. Alle sangen
„Happy Birthday“, ich
gratulierte meiner Großen und fragte sie, ob sie noch etwas sagen
möchte. Sie
schaute verängstigt, schluckte einen „Kloß“ hinunter und
dann setzte sie an.
Sie bedankte sich bei allen Gästen, dass sie zu ihrer
Geburtstagsfeier gekommen
sind und dankte auch für die vielen schönen Geschenke,
über die sie sich sehr
gefreut hat. Wir applaudierten alle zu dieser schönen Rede und
ließen uns die
Geburtstagstorten schmecken.
Der
Kindergeburtstag am nächsten Tag war wunderschön. Die
Gäste Carolin, Linus,
Enie, Leon, sowie Kira und Lara wurden begrüßt und gebeten,
die Präsente auf
den Geschenketisch zu legen. Die Kinder stärkten sich mit Muffins,
Kuchen, Obst
und Gummibärchen, bevor es ans auspacken der Geschenke ging. Clara
zog
Namenslose und bestimmte so die Reihenfolge, wer ihr als nächstes
sein Geschenk
überreichen durfte.
Das
Wetter war so schön, dass sich alle auf dem Spielplatz austoben
durften.
Anschließend spielten wir etwas Ruhiges. Ein Kind bekam ein
Tierkärtchen auf
die Stirn geklebt, das es selbst nicht sehen konnte. Anhand der
Hinweise der
anderen Kinder musste nun erraten werden, welches Tier man gerade
darstellte.
Dieses Spiel machte so großen Spaß, dass alle noch ein
weiteres Mal raten
wollten. Glücklicherweise hatte ich viele Tierkärtchen
gezeichnet, die den
Geburtstagsgästen so gefielen, dass sie diese als Andenken mit
nach Hause
nehmen wollten.
Beim nächsten Spiel
kamen alle wieder in Bewegung. Papa sorgte
für fetzige
Partymusik und wir tanzten dazu. Plötzlich stoppte die Musik und
alle schauten
auf mich. Ich stellte mich in verschiedenen Posen auf. Wer die
entsprechende Pose
zuletzt
einnahm, musste an der Seite Platz nehmen. Auch diesmal wiederholten
wir das
Spiel.
Beliebt
war auch das „Würstchen-an-der-Wäscheleine“-Wettessen. Hierzu
stellten sich
alle Kinder unter einer Schnur auf, an die Würstchen gebunden
waren. Die große
Kunst war es, ohne die Zuhilfenahme der Hände die Würstchen
aufzuessen.
Wie
im Flug verging die Zeit. Zum Schluss spielten wir „Taler, Taler, Du
musst
wandern“. Zur großen Enttäuschung der Kinder kamen schon die
Eltern, um sie
abzuholen. Damit
alle als Sieger nach Hause gingen, erhielten alle Gäste eine
Goldmedaille und
ein Abschiedsgeschenk. Aufgeregt und fröhlich plappernd
verließen die Gäste das
Haus.
Am
darauffolgenden Montag bekam Clara im Kindergarten ihr noch
ausstehendes
Geschenk: Sie erhielt einen Kuchen in Form eines Märchenschlosses
mit rosa
Zuckerguss, silbernen Zuckerperlen und einer Playmobil-Blütenfee.
© 2009 CT
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