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Newsletter Januar / Februar 2009
Hallo Ihr Lieben,
der
Januar begann im Kindergarten mit der Vorbereitung des
Drei-Königs-Spiels.
Jeden Tag schlüpften die Kinder probeweise in neue Rollen, bis der
Tag der
Aufführung vor der Tür stand. Für Clara gab es nur einen
Wunsch: Sie wollte der
Blaue König Balthasar sein. Doch sie wurde enttäuscht. Sie
durfte nur den Pagen von
Balthasar spielen. Ich empfand das gar nicht so schlimm,
schließlich war diese
Rolle wesentlich anspruchsvoller. Immerhin war es der Page, der im
Namen des
Blauen Königs den Weihrauch überreichen durfte.
Leider
gibt es, was den Kindergarten betrifft, auch einen Wermutstropfen zu
vermelden.
Claras Lieblingserzieherin Ute wurde so krank, dass sie in diesem
Kindergartenjahr nicht mehr zurückkommen wird. Gerade Ute war die
Erzieherin,
die mit den Kindern mit Wasserfarben malte sowie die Stimmung mit
Gitarrenspiel
und Liedern erhellte. Auch fiel dadurch der Waldtag weg, der mit einem
stimmungsvollen Feuer eröffnet wurde. Jetzt ist für Clara ein
Kindergartentag
wie der andere, es gibt nichts besonderes mehr. Ihr ist einfach nur
langweilig.
Clara
war stolz, sich endlich der Schultauglichkeitsuntersuchung zu stellen.
Auf dem
Programm standen unter anderem ein Hörtest, ein Sehtest, Formen
erkennen, ein
Selbstportrait malen, mit beiden Füßen über eine Linie
hopsen, Metallstifte
umstecken sowie Gegenstände benennen, die man auf Bildern sieht
(Sprachtest).
Außerdem wurden Größe und Gewicht ermittelt und Clara
ärztlich untersucht. Das
Fazit des Arztes war: Clara ist uneingeschränkt schultauglich,
aber etwas zu
„hibbelig“. Clara war darauf so stolz, dass sie gleich zwei Zentimeter
größer
wurde.
Tessa
ist mir im Haushalt eine große Hilfe. Wenn wir morgens gemeinsam
den
Frühstückstisch abdecken, kümmert sich Tessa um die
Gläser mit dem
Brotaufstrich und um die Brote, während ich den Rest
wegräume. Auch das
Ausräumen des Geschirrspülers teilen wir uns. Tessa wischt
nochmals mit dem
Geschirrtuch über das Kindergeschirr, ich übernehme den Rest.
Das macht uns
beiden Spaß.
In
Tessas Zimmer waren die Vorhänge immer nur ein Notbehelf. Doch
jetzt freut sich
die kleine Maus über ihre richtigen mit niedlichen Löwen,
Zebras und Giraffen. Vor und nach dem Schlafen besteht sie
darauf, die Vorhänge selbst zu- oder aufzuziehen.
Eines
von Tessas neuen Hobbys ist das Memory-Spielen. Sie merkt sich schon
erstaunlich gut, wo sich das passende Kärtchen befindet. Nur
manchmal mogelt
sie noch etwas, wenn sie sich vertan hat. Dann dreht sie die Karte
schnell
wieder um und sucht bei einer weiteren ihr Glück. Tessa puzzelt
auch sehr gern
und spielt mit großer Begeisterung „Englisch-Bingo“ mit uns. Das
klingt goldig,
wie sie ruft: „Ich habe den Äppel!“.
Beim
Malen wandelt sich langsam Tessas Krikel-Krakel-Stil in das
figürliche Malen.
Man kann schon gut erkennen, dass das Strichmännchen mit Gesicht
und Beinen ein
Selbstportrait darstellen soll. Oftmals sieht man auch nur an der
Farbwahl,
dass es sich bei dem gelb-roten Etwas um Winnie Puuh handeln soll.
Clara betont
zwar immer wieder, dass sie dies viel besser kann. Doch bis jetzt macht
das
Tessa schon ganz gut.
Clara
malt und bastelt im Kindergarten viel für Tessa. Neulich bastelte
sie ein
Malbuch mit mehreren Seiten und zeichnete ein tolles Titelblatt. Es
zeigte
Hänsel und Gretel, das Pfefferkuchenhaus sowie die Hexe.
Anschließend steckte sie
es in einen selbstgeklebten Umschlag und beschriftete diesen mit
„FÜR TESSA“.
Für mich zeichnete Clara ein Perlhuhn, das sie bei einem Besuch im
Vogelpark
gesehen hatte.
Auch
in den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 verirrten sich viel
Schneeflocken
in unser flaches Land. Clara und Tessa bauten fleißig
Schneemänner, tobten
durch den Schnee und hinterließen überall
Fußabdrücke.
Eines
Abends fand sich auch auf den Straßen eine geschlossene
Schneedecke. Spontan
machten wir noch eine lustige Taschenlampen-Schlittentour durch das
Dorf. Tessa
trieb mich immer wieder an: „Los Mama, lauf schneller. Lauf so schnell
Du
kannst!“ Als wir zu Hause zurückkehrten waren wir erschöpft,
aber glücklich.
In
diesem Jahr hatte die Faschingsfeier im Kindergarten das Motto „Wer
will
fleißige Handwerker sehn“. Clara entschied sich für den
Maler, so war die
Kostümgestaltung nicht sehr aufwändig. Ich besorgte so einen
Einmal-Maleranzug,
wie Papa ihn während unserer Renovierung trug, in einer
Kindergröße und
bekleckerte diesen mit Farbe. Komplettiert wurde der Anzug durch
Papierhut und Pinsel
- fertig war das Kostüm.
Zur
Feier fanden sich noch weitere Maler ein. Außerdem verkleideten
sich die Kinder
als Mechaniker, Maurer, Tischler, Krankenschwester (falls sich jemand
mal verletzt) und als Werkstattkatze.
Zur
Vorbereitung des Faschingsfestes bastelte Clara fleißig „Hexentreppen“.
Diese Girlanden schmücken nun auch unser Zuhause.
In
den letzten Monaten habe ich meine Zeit darin investiert, für
Clara eine geeignete Schule zu finden. Natürlich wurde sie
vorsorglich in der nach dem Wohnortprinzip zuständigen Grundschule
angemeldet. Im Herbst wurde ich auf eine Elterninitiative aufmerksam,
die eine Montessori-Grundschule gründen wollen. Da schon im
Kindergarten mein Ressort die Öffentlichkeitsarbeit ist, nutzte
ich meine Verbindungen und machte das Anliegen in der
Öffentlichkeit bekannt. Wie es jetzt aussieht, stehen die Zeichen
für einen pünktlichen Schulstart sehr günstig,
inzwischen haben sich 14 potentielle Schüler angemeldet. Ein
Zeitungsartikel vom 3. Februar hierzu:
Der
Kindermund fiel dieses Mal nicht ganz so ergiebig aus. Ich
überlasse aber
trotzdem Tessa das letzte Wort:
Tessa
steht sonntags morgens vor meinem Bett und sagt: „Mama, mein Bauch hat
ganz
toll gegrummelt! Ich frage: „Oje, was machen wir denn da?“ Tessa
antwortet: „Da
müssen wir ein Brötchen
reinstecken!“
Bis
zum nächsten Mal,
Eure
Conny
Technische
Daten:
Tessa:
Letzte
Messung
Aktuelle
Messung
Größe
90 Zentimeter
92 Zentimeter
Gewicht
12 Kilogramm
12 Kilogramm
Schuhgröße
24
25
Clara:
Letzte
Messung
Aktuelle
Messung
Größe
110,5 Zentimeter
112,5 Zentimeter
Gewicht
17 Kilogramm
16,5 Kilogramm
Schuhgröße
28
29
© 2009 CT
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