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Newsletter November / Dezember 2008
Hallo Ihr Lieben,
zuerst
möchte ich noch etwas nachtragen, was im letzten Monatsbericht
fehlte. Ende
August begann Tessas „Warum-Phase“. Egal was man tat oder sagte, Tessa
wollte
immer wissen warum. „Wie heißt der
Junge?“
„Jesse.“ „Warum?“ „Weil seine Eltern den Namen für ihn ausgesucht
haben.“
„Warum?“ Gab man eine Antwort, folgte stets darauf das nächste
„Warum?“. Ich
war ständig bemüht, dies auch zu beantworten. Irgendwann fiel
mir nichts mehr
ein, so sagte ich einfach: „Weil das so ist!“. Nachdem ich dieses
Zauberwort
einige Male am Ende einer langen Fragen-Kette benutzte, stellte sich
Tessa auch
darauf ein. Als ich einmal wieder mit meiner Antwort zögerte, um
sie
Tessa-gerecht zu formulieren, nahm mir meine Kleine die Antwort einfach
vorweg:
„Weil das so ist?“. „Ja!“. So kam es glücklicherweise, dass die
Fragen-Ketten
immer kürzer wurden. Mittlerweile gibt sich Tessa wieder mit einer
Antwort
zufrieden.
Im
November schneite es so viel, dass ich an einem Hang in unserem Garten
eine
Mini-Rodelbahn präparieren konnte. Tessa traute sich noch nicht
allein, also
musste Mama mit auf dem Schlitten Platz nehmen. Clara konnte nicht
genug
bekommen und entschied, sie dürfe immer fünfmal
hintereinander fahren, Tessa
nur zweimal. Schließlich sei sie fünf Jahre alt und Tessa
nur zwei. Tessa hatte
mit dieser Lösung keine Probleme und so rodelten die beiden so oft
es ging. Da
wurden die Kinder in der Nachbarschaft richtig neidisch und meinten,
wir hätten
den höchsten Rodelberg Jarlingens.
Die
Vorweihnachtszeit stand ganz im Zeichen des Krippenspiels. Clara
erhoffte sich
die Hauptrolle, war sie doch im Vorjahr nur ein Engel. Doch Clara hatte
Glück.
In ihrem letzten Kindergartenjahr durfte sie die Maria spielen.
Clara
gestaltete mir eine tolle Collage. Sie malte und klebte mir ein Buch,
das die
Weihnachtsgeschichte erzählte und schrieb auf die Titelseite:
„FÜR MAMA“.
Tessa
wird nun immer größer und selbständiger. Anfang
Dezember bestand sie darauf,
wie wir am Tisch zu sitzen, nicht mehr in ihrem Hochstuhl. Das klappt
auch
super, auch wenn ihr Kinn gerade bis zum Tellerrand reicht.
Kurze
Zeit später bat sie ihren Papa, die Gitterstäbe ihres Bettes
zu entfernen.
Vorerst montierte dieser nur die Vorderseite ab, die hintere fungiert
noch als
„Herausfallschutz“. Das war auch noch nötig, da Tessa in einem
Schlafsack
schläft. Wenn sie sich drehte und die Bettkante ist erreicht,
plumpste sie noch
manchmal heraus. Glücklicherweise passiert dies nun nicht mehr.
Ihren
Mittagsschlaf hält Tessa manchmal in ihrem Zelt. Das ist „sooooo
gemütlich“.
Zu
Weihnachten wurden die Mädchen wieder reichlich beschenkt. Ich
fragte beide,
worüber sie sich am meisten gefreut haben. Clara antwortete: „Vom
Jarlinger
Weihnachtsmann die Barbie Delia, vom Chemnitzer Weihnachtsmann das
Playmobil-Krankenzimmer und vom Mittweidaer die Gitarre.“. Auf
letzterer
schrammelt sie voller Inbrunst darauf los und singt selbst erdachte
Lieder.
Tessa
freute sich über die Barbie Alexa, die Playmobil-Eisenbahn und
das
„Ich-steck’-mir-meine-Kette-Spiel“.
Kindermund:
Clara
fragt am Frühstückstisch: „Wer ist in unserer Familie
eigentlich der Chef? Die
Mama?“. Papa antwortet darauf: „Ich glaube, Du hättest es manchmal
besser, wenn
ich der Chef wäre.“ In diesem Moment kommt Tessa zur Tür
herein und ruft: „Ich
bin der Chef!“.
Während
des Essens legt Tessa ihre Füße auf den Tisch. Ich bitte
sie: „Tessa, nimm die
Füße vom Tisch. Darauf darf der Käse, nicht die
Käsefüße!“ Da hält sich Tessa
die Ohren zu und sagt laut: „Ich hör gar nix - ich hör gar
nix!“
An
einem Herbsttag fege ich Laub und höre zu, wie Clara mit den
Kindern aus der
Nachbarschaft spielt. Clara und Linus unterhalten sich und
beschließen, später
einmal zu heiraten. Da wird David ganz traurig und sagt: „Aber ich
wollte die Clara
doch heiraten!“ Linus verdeutlicht noch einmal, dass er Clara heiraten
wird. Da
zuckt David mit den Schultern und meint: „Na dann heirate ich eben die
Emma!“.
Beim
Wäscheaufhängen fällt mir eine Socke herunter. Tessa
bückt sich sofort und
reicht sie mir. Kurze Zeit später fällt erneut eine Socke
herunter. Das
kommentiert Tessa mit den Worten: „Da ist schon wieder einer runter
gehopst.
Das ist aber ein Schlingel!“
Als
ich morgens den Schlafsack unserer Jüngsten öffne, streckt
sie ihren Fuß
heraus, direkt vor mein Gesicht. Ich versuche dem Füßchen
einen Kuss zu geben.
Doch Tessa protestiert: „Nein Mama, nimm Deinen Fuß, den darfst
Du kusseln!“
Beim
Anziehen dichte ich spontan etwas:
Kommen
hier die blauen Socken
und
woll’n die kleinen Füßchen locken.
schlüpfen
dann die Füße rein,
finden’s
all die Socken fein.
Darauf
fragt Tessa: „Wo sind die ALDI-Socken?“
Ich
wecke morgens Clara, ziehe ihr die Decke weg und streife das Oberteil
hoch.
Dann streichele ich mit Claras Schmusekatze über den Rücken.
Nach einer Weile
meldet sich Clara: „Du sollst Rückenkraulen!“ Ich kraule einige
wenige Male
über ihren Rücken und sage: „So und jetzt wird aufgestanden!“
Daraufhin meint
Clara: „Das hat die Katze aber besser gemacht!“.
Tessa
kam aufgeregt zu mir gelaufen, und sagte: “Die Clara hat mir
versprecht, ...“.
Ich verbessere sie: „Versprochen!“. Tessa beginnt erneut: “Die Clara
hat mir
versprecht, ...“. Ich verbessere sie wieder: „Versprochen!“. Sie
versucht es
noch einmal: „Die Clara hat gesagt, ich darf die Prinzessin auch einmal
haben.“
Bis
zum nächsten Mal,
Eure
Conny
Technische
Daten:
Tessa:
Letzte
Messung
Aktuelle
Messung
Größe
89 Zentimeter
90 Zentimeter
Gewicht
11,5 Kilogramm
12 Kilogramm
Schuhgröße
24
24
Zahnschema
(rechts) X O
O O O O O O
O X (links)
O = Zahn vorhanden
O O O O O O O
O O O
X = neuer Zahn
Damit ist Tessas
Milchgebiss komplett.
Clara:
Letzte
Messung
Aktuelle
Messung
Größe
109 Zentimeter
110,5 Zentimeter
Gewicht
17 Kilogramm
17 Kilogramm
Schuhgröße
28
28
© 2008 CT
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