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Newsletter November / Dezember 2007
Hallo Ihr Lieben,
Der
Umzug ist geschafft, nun wohnen wir endgültig im neuen Heim. Clara
fragte noch
einmal, wann wir wieder nach Grießem fahren würden. Aber sie
war sichtlich
erleichtert, dass dieses hin und her nun ein Ende hat.
Während
der Umzugstage hatte sich Clara in den Kopf gesetzt, Marienkäfer
zu sammeln.
Sie suchte sich ein Glas aus, um sie einzufangen und ging mit ihrer Oma
spazieren. Leider ließ sich kein einziger Käfer blicken.
Omas Frage, was Clara
denn mit den Marienkäfern machen wolle, konnte sie nicht
beantworten, also
scherzte ich, ob sie wohl daraus eine Suppe kochen möchte. Clara
fand dies ganz
witzig und malte zusammen mit Oma viele Marienkäfer. Danach
schnappte sich
unsere Große eine Schere, schnitt die „Marienies“ aus, gab diese
in einen
kleinen Topf und stellte ihn auf den Herd ihrer Spielküche. Der
Oma fiel auf,
dass Clara dabei die Beine mit ab schnitt. Clara antwortete darauf:
„Beine mag
ich nicht so.“. Na dann: Guten Appetit!
Unsere
Jüngste, die bisher ihr Bett in unserem Schlafzimmer stehen hatte,
schläft
problemlos im eigenen Zimmer. Das ist für sie eine ganz neue
Erfahrung, ihr
eigenes Reich zu besitzen. Eigentumsverhältnisse kann sie schon
ganz
gut zuordnen. Befindet sich beispielsweise ihr Autokindersitz in Papas
Auto,
darf sie für kurze Fahrten schon mal einen von Clara benutzen.
Dann stellt sie
sofort fest: „Claras Sitz!“. Dagegen schimpfte Tessa ganz schön
heftig als ich
mit einer ihrer Haarklemmen Claras Haarsträhnen beim Essen
bändigen wollte. Das
gab vielleicht einen lautstarken Protest!
Tessa
hat sich sprachlich gewaltig weiterentwickelt. Aufzählen, wie
viele und welche
Worte sie benutzt, kann man schon lange nicht mehr. Seit Anfang Oktober
spricht
sie die berühmten „Zwei-Wort-Sätze“, die lauten können:
„Mama malt“ (Mama
schreibt.), „Popo mahen!“ (Ich habe einen Stinker in der Windel, macht
das mal
jemand sauber?) oder auch „Tessa hippi!“ (Ich möchte gern
Rutschen). Inzwischen
geht es deutlich darüber hinaus. Neulich bettelte sie im Auto
sogar für ihre
große Schwester mit: „Mama! Tessa, Jaja Bonbon haben!“. Sie kann
sich schon
sehr gut verständigen. Einmal erkundigte sie sich bei Clara
während des Essens:
„Jaja mechst tut?“ (Clara schmeckt’s gut?) und als der Papa mit einem
Karton
die Treppe hoch stieg fragte die Kleine : „Papa, mastu?“ (Papa, was
machst Du?)
Tessa
verbessert nun auch ihre Aussprache. So betont sie die letzten
Buchstaben bei
„Maus“ und „Fuß“, sagt aber auch „Katze“ und „Hund“ anstelle von
„Miau“ und
„Wauwau“. Nur ein Wort bereitet ihr noch etwas Probleme, sie bezeichnet
einen
Löffel immer mit „Messer“.
Zu
Tessas neuer Selbständigkeit gehört jetzt auch das
Wegräumen der benutzten Windeln.
Es macht ihr riesigen Spaß, diese in den auf dem Flur stehenden
Windeleimer zu
werfen.
In
einigen Räumen ist sie auch schon groß genug, um an den
Lichtschalter
heranzukommen. Das probiert sie überall aus.
Für
die Rubrik „Kindermund aus dem Hause Triebel“ kann nun auch Tessa
einige
lustige Sprüche beisteuern:
Kürzlich
warteten wir noch auf den Papa, bevor wir Clara von Kindergarten
abholen
wollten. Als er dann endlich das Signal gab: „Los geht’s!“, zeigte
Tessa sofort
in Richtung ihres Zimmers und forderte: „Ose antien!“ (Hose anziehen!).
Die
Kleine spielt leidenschaftlich gern mit Schlüsseln aller Art. Als
ich mein Auto
abschloss, hieß es gleich wieder „Atosissee!“. Ich erklärte
Tessa, dass ich
diesen noch benötigte, da fragte sie etwas höflicher: „Bitte
Atosissee!“.
Manchmal
rede ich meine Töchter mit Maus oder Hase an. Clara hatte einige
Zeit streng
darauf geachtet, dass sie die Maus und Tessa der Hase sei. Ich sprach
Tessa
neulich an mit: „Komm her meine Maus - oder bist du der Hase?“. Tessa
überlegte
kurz und antwortete: „Tessa!“.
Clara
geht nun in einen neuen Kindergarten. Die Suche nach einem geeigneten
entpuppte
sich als sehr episodenreich. Beim Schnuppern im für uns nach
Wohnortprinzip
zuständigen Kindergarten fühlte sich Clara sichtlich unwohl
und weinte die
ganze Zeit. Die Erzieherin meinte dazu, dass das normal sei, die Kinder
sitzen
dann eben in einer Ecke, spätestens nach einem Vierteljahr
gäbe sich dann das
wieder. Das war für mich das Zeichen, nach der nächsten
Kindereinrichtung zu
suchen. Als wir dort Besuchstag hatten und festgestellt wurde, dass
Clara noch
eine Windel trägt, hieß es sofort: Nein, Clara darf nicht
kommen! Im bisherigen
Kindergarten war man der Meinung, dass Clara in einigen Bereichen
Gleichaltrigen in der Entwicklung voraus sei, also darf es auch
Bereiche geben,
in denen sie hinterher ist. Dabei waren wir nicht untätig, sondern
haben Clara immer
Anreize geboten, endlich auf das Töpfchen zu gehen.
Im
Waldorfkindergarten stießen wir auf offene Ohren. Die Windelfrage
war kein
Problem und glücklicherweise gab es noch einen freien Platz.
Unserer Großen
sagte dies auch zu. Weil Linus, der Vierjährige von
gegenüber, die gleiche
Gruppe besucht, haben wir auch gleich noch eine Fahrgemeinschaft
gefunden. Der
Kindergarten ist etwa fünf Kilometer entfernt, das sind sieben Kilometer weniger als der ehemalige.
Der
Abschied war dort sehr tränenreich. Clara bekam unter anderem ein
Gruppenfoto
als Andenken geschenkt. Letzte Woche durfte sich Clara auch über
einen
Überraschungsbrief mit einer Bildermappe freuen. Alle
„Bärchen“ haben für Clara
ein Bild gemalt.
Nachdem
sie drei Tage den neuen Kindergarten besucht hatte, sprach Clara abends
ihren
Papa an, ob das Angebot noch bestehen würde, dass sie, wenn sie
fünf Tage ohne
Windel bleibt (tagsüber), ein Fahrrad bekommt. Am nächsten
Abend kündigte sie
mir an, dass sie es ab dem nächsten Tag probieren möchte,
ohne Windel
auszukommen. Zur Überraschung aller funktionierte dies auf Anhieb
ausgezeichnet. Clara sagt einfach Bescheid, wenn sie muss. Einige Male
blieb sogar
die nächtliche Windel leer. Aber wir wollen nicht gleich alles
überstürzen, wir
wissen ja nun, Clara wird sich schon melden.
Viel
Freude bereiteten uns die Laternenumzüge. Zuerst trafen wir uns
inoffiziell mit
den Nachbarn und spazierten durch die Siedlung. Zum offiziellen
Laternenumzug
liefen zirka dreißig Kinder mit ihren Eltern durch das Dorf.
Clara war
begeistert vom Musikzug, der uns begleitete. Auch im Kindergarten
wurden
fleißig Laternen gebastelt. Natürlich traf man sich auch
hier abends und zog
mit lautem Gesang durch den Wald.
Zum
Martinssingen verspürte Clara erst keine richtige Lust. Nachdem
aber viele
Kinder bei uns geklingelt hatten und Lieder sangen, die wir nicht
kannten,
bettelte sie, doch noch einmal in der Nachbarschaft auf Beutezug zu
gehen. Wir
waren scheinbar die Letzten, die kamen, alle waren sehr freigiebig und
wollten
ihre Süßigkeiten noch verteilen. Wir wurden gelobt, dass wir
„Zugezogene“
andere Lieder sangen als die „Einheimischen“.
Sogar Tessa versucht sich daran, „unser“
Martinslied zu singen.
Nach
dem Sandmann wurde vor einiger Zeit die Zeichentrickserie „Sissi“
gesendet.
Seitdem ist Clara im Prinzessinnenfieber. Sie hat sich den Vorspann
ganz genau
angeschaut und viele Sissis gemalt, mit all den Kleidern, die darin zu
sehen
waren.
Anfangs
band sich Clara Tücher um die Hüfte und spielte Prinzessin,
jetzt trägt sie
auch gern Kleider.
Wie
man sehen kann, findet auch Tessa es schön, sich zu verkleiden.
Bis
zum nächsten Mal,
Eure
Conny
Technische
Daten:
Tessa:
Letzte
Messung
Aktuelle
Messung
Größe
77 Zentimeter
79 Zentimeter
Gewicht
8,7 Kilogramm
9 Kilogramm
Schuhgröße
21
22
Zahnschema
(rechts) ¯ O
¯ O O O O
¯ O ¯ (links)
O = Zahn vorhanden
_ O _ X O O O
_ O _
X = neuer Zahn
Clara:
Letzte
Messung
Aktuelle
Messung
Größe
103 Zentimeter
104 Zentimeter
Gewicht
14 Kilogramm
15 Kilogramm
Schuhgröße
27
27
Copyright
© 2007 CT
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